Verständliche Rentenbescheide

(Juli 2011) Rentenbescheide sollen verständlicher werden

Die Deutsche Rentenversicherung Rheinland teilte in einer Presseerklärung mit, dass sie daran arbeitet, Rentenbescheide und andere offizielle Schreiben in verständlicherem Deutsch abzufassen.

 

In einer Mitteilung vom 29.06.2011 teilte dieser Rentenversicherungsträger mit, Bescheide und andere Informationsschreiben zu verbessern. Gemeinsam mit Sprachexperten des „Deutschen Forschungsinstitutes für öffentliche Verwaltung“ sollen die komplizierten und schwer verständlichen Schriftstücke der Rentenversicherung in verständliches Deutsch „übersetzt“ werden. Gleichzeitig sollen diese Schreiben aber auch rechts – und verfahrenssicher und auf dem neuesten Stand der Rechtsprechung sein.

Rund 20 Millionen Rentner erhalten in den nächsten Tagen ihre Mitteilung über die Rentenanpassung zum 01.07.2011. Auch diese Mitteilung wurde bereits sprachlich überarbeitet. Sie ist, lt. Rentenversicherungsträger, verständlicher, übersichtlicher und persönlicher.

Neben diesen Mitteilungen wurden bereits andere Schreiben und Mitteilungen mit verständlicherer Sprache an Versicherte und Rentner geschickt. Nach Umfragen fühlen sich die Adressaten dadurch besser informiert, und die Zahl der Widersprüche seien spürbar zurückgegangen.

Wir hoffen, dass nicht nur die Sprache, sondern auch der Inhalt verständlicher wird; aber hier ist der Gesetzgeber, unsere gewählten Parlamentarier, gefragt.



Freiwilligendienst und Rente

 

Zum 01.07.2011 entfällt die Grundlage für Wehr- und Zivildienst. Zeiten der Absolvierung im neuen Bundesfreiwilligendienst“ (BFD) wirken sich in der Höhe der späteren Rente aus.


Ab 01.07.2011 können junge Frauen und Männer den freiwilligen Wehrdienst oder (ohne Altersbeschränkung) den freiwilligen Dienst in sozialen, karitativen, ökologischen u.s.w. Vereinigungen antreten.

Wer diesen freiwilligen Dienst antritt, ist in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert (mit Ausnahme der Bezieher von Altersvollrenten), und zwar für die Zeit vom ersten Tag des Dienstes bis zur Entlassung. Die gesetzlichen Beiträge dafür werden vom Staat übernommen.

Die frw. Wehrdienstzeiten werden vom Bundesamt für Wehrverwaltung der Rentenversicherung elektronisch gemeldet, für alle anderen ist das „Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben“ zuständig. Die Zeiten werden dann dem Versicherungskonto unter der persönlichen Versicherungsnummer gutgeschrieben.

Besonderheiten:

Zeiten zwischen dem Ende der Ausbildung und dem Beginn des freiwilligen Dienstes können nach dem Ende der Ausbildung bis zu vier Kalendermonaten angerechnet werden.

Während des freiwilligen Dienstes haben Waisenrentenbezieher auch weiterhin bis höchstens zur Vollendung des 27. Lebensjahres das Recht, ihre Waisenrente zu erhalten. Ausnahme: freiwilliger Wehrdienst.


Rentenerhöhung 2011

Zum 01.07.2011 wird die Rente um 0,99 % erhöht


Das Bundeskabinett hat die Rentenerhöhung zum 01.07.2011 um 0,99 % beschlossen. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen erläuterte dazu: „Damit nehmen die Rentnerinnen und Rentner am Aufschwung nach der schweren Krise teil. Durch den Ausgleich für die Rentengarantie wird die junge Generation der Beitragszahler nicht überlastet, und die ältere Generation kann sich auf ihre Renten verlassen“.

Dem ist meinerseits nichts mehr hinzuzufügen!