Beitragssatz ab 2012

(September 2011) Die Parteien der Regierungskoalition versprechen eine Senkung der Rentenversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer und damit natürlich auch für die Arbeitgeber.

Der Beitragssatz der Rentenversicherung könnte, wenn es nach dem Willen der Parteivorsitzenden unserer Bundesregierung geht, am 01.01.2012 von derzeit 19,9 % auf 19,6 % sinken. Aufgrund der „guten Wirtschaftslage und günstigen Wirtschaftsprognosen“ sei dies zu rechtfertigen. Auch der Vorsitzende der Unionsfraktion plädiert für eine Beitragssenkung. „So sollen Millionen von Menschen, die keine Steuern zahlen, vom Aufschwung profitieren“ (Anm.: und selbstverständlich profitieren Arbeitgeber und Großkonzerne davon). Es gibt auch schon weitergehende Pläne der Regierung zur Beitragssenkung. So möchte der rentenpolitische Sprecher der CDU, Peter Weiß eine Beitragssenkung ab 01.01.2013 auf 19,2 bis 19,4 % realisiert sehen.

Demgegenüber warnt der Sozialverband Deutschland (SoVD) angesichts der diesjährigen Rentenanpassung um 0,99 % vor einem „dramatischen Niedergang der gesetzlichen Rente. Nullrunden, kleinste Anpassungen, „ausufernde Belastungen in der Kranken- und Pflegeversicherung sowie steigende Inflation haben seit 2004 zu einem Rentenkaufkraftverlust von mehr als 10 % geführt. Die Bundesregierung wird aufgefordert, den Wertverfall der Rente zu stoppen.

Sind daher diese gravierenden Beitragssenkungen angesichts des Rentenkaufkraftverlustes und der aufgrund der drastisch steigenden Minijobs ohne Rentenbeiträge zu erwartenden flächendeckenden Altersarmut zu verantworten ??