Beitragssatz, Rentenerhöhung, Hinzuverdienstgrenze (Mai 2011)

(Mai 2011) Erfreuliches für die Beitragszahler und Arbeitgeber?

Es wird in den Bundestagsparteien und den zuständigen Ministerien darüber spekuliert, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung schon 2013 gesenkt werden soll.

 

Der Beitragsatz soll, „wie verlautbart“, möglicherweise eventuell vielleicht bereits Anfang 2013, ein Jahr früher als geplant, von 19,9 % auf 19,3 % des sozialversicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgeltes gesenkt werden. So spekulieren zumindest die Sozialpolitiker unserer derzeitigen schwarz – gelben Bundesregierung.

Die Finanzen der Rentenversicherungsträger hätten sich in den letzten Jahren günstiger als die Prognosen entwickelt. Aufgrund der noch aufzustockenden Rücklagen hält die Deutsche Rentenversicherung eine Senkung des Beitrages auf 19,5 % der sozialversicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelte für realistisch.

Warten wir's ab! (Vielleicht wäre es jedoch besser, einen höheren Rücklagenstock für Zeiten mit weniger Beitragseinahmen einzurichten, aber dem Primat des niedrigen Beitragssatzes ist eben alles unterzuordnen.)


Rentenerhöhungen bis 2013?

Auch Spekulationen über Rentenerhöhungen in den nächsten Jahren halten an. Beitragssatz senken und die Renten erhöhen, passt das?

 

Sozialpolitiker der Regierungsfraktionen „sehen aufgrund der Entwicklung der Einnahmen im letzten Jahr die Gefahr einer erneuten Nullrunde 2011 ff endgültig als gebannt“. Man sieht hier die ersten Anzeichen einer nahenden Bundestagswahl. Eine eventuelle Rentenerhöhung wird mit vielen statistischen Zahlen begründet.

Die Bruttolöhne seien um 2,2 % gestiegen, für 2011 projektiere man eine Steigerung von 2,1 %, für 2012 so ähnlich. Professoren und „BILD“ werden herangezogen, um die Seriösität der Zahlen und somit die Machbarkeit der Rentenerhöhungen zu dokumentieren.

Was dabei jedoch „vergessen“ wird, ist der Rentenerhöhung auch die Senkung der Beitragssätze gegenzurechnen. Ich verweise hierzu auf meine bisherigen Berichte )

 

Hinzuverdienst für Frührenter

Altersrenter vor Vollendung des 65 (bzw. 67.) Lebensjahres dürfen z.Z. nicht mehr als monatlich 400 € zu ihrer Rente hinzuverdienen, da sonst ihre Rente gekürzt wird.


Altersrenten können vor Vollendung der o.a. Altersgrenze mit Abschlägen bezogen werden. Diese Renten mit Abschlägen werden u.a. unter der Voraussetzung gezahlt, dass monatlich nicht mehr als 400 € verdient werden. Nach Erreichen dieser Altersgrenze gibt es keine Verdienstgrenze mehr.

Die Sozialpolitiker der Regierungskoalition sich angeblich darauf verständigt, die Hinzuverdienstgrenze anzuheben, und zwar mit der Rente zusammen auf die Höhe des letzten Bruttoverdienstes. Z.B.: letzter Bruttoverdienst: 2.500 €, Rente: 1.500 €, ein Hinzuverdienst wäre danach bis zu 1.000 € (+ 1.500 € Rente = 2.500 € letzter Bruttoverdienst) möglich.

Dies wird damit begründet, älteren Menschen schrittweise den Weg in den Ruhestand zu ermöglichen. Diese Argumentation kommt uns aus der Zeit des Arbeitsministers Blüm noch sehr bekannt vor. Damals wurde die Altersteilzeit eingeführt, die heutzutage auch wieder schrittweise abgebaut wird.