Bürgerfreundliche Rentenbescheide (Februar 2011)

(Februar 2011) Rentenbescheide sollen bürgerfreundlicher werden

Die Deutsche Rentenversicherung teilt mit, dass künftig die Rentenbescheide besser lesbar und damit bürgerfreundlicher werden sollen.


Die deutsche Rentenversicherung startet in Zusammenarbeit mit Sprachexperten des Deutschen Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung an der Verwaltungshochschule in Speyer ein Projekt für besseres Deutsch in den Rentenbescheiden. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Rentenversicherung sollen diese Sprachexperten für eine verständliche Sprache und für mehr Übersichtlichkeit sorgen.

Das Zitieren von Paragraphen der Sozialgesetzbücher und juristische Fachbegriffe sollen weitgehend nicht mehr im Rentenbescheid auftauchen. Es soll eine verständlichere Sprache mit kürzeren Sätzen verwendet werden, aber natürlich trotzdem rechtssicher sein und bleiben.

Nachdem erste Tests durchgeführt worden sind, fühlten sich Rentner und Versicherte (Kunden heißt das ja jetzt) besser informiert. Man hofft, dass es durch dieses bessere Verständnis weniger Beratungsgespräche, Widersprüche und letztlich weniger Klagen gibt und damit auf den verschiedenen Ebenen Verwaltungskosten eingespart werden können.

Aber was nützt die einfachste und verständlichste Sprache im Text des Bescheides, wenn die Gesetzgeber in Berlin die Sachverhalte  so kompliziert gestalten, dass sogar häufig Sachbearbeiter der Rentenversicherung diese nicht verstehen?