"Lieber sparen durch die Reha als an der Reha"

(November 2011) Im Rahmen der Spardiskussionen, auch der Deutschen Rentenversicherung an den Rehabilitationsmaßnahmen warnt Dr. Herbert Rische, Präsident der Deutschen Rentenversicherung vor Mittelkürzungen bei den Reha- Maßnahmen.


Es gilt die Prämisse: Reha vor Rente! Das heißt: Wenn die Möglichkeit besteht, durch eine Rehabilitationsmaßnahme (Kur oder Umschulung) die Erwerbsminderungsrente zu vermeiden, soll auf jeden Fall versucht werden, den Versicherten wieder in Erwerbsleben einzugliedern.

Dies hat für die Rentenversicherung den Vorteil, dass eine Reha- Maßnahme erheblich kostengünstiger als die Zahlung einer jahrelangen Erwerbsminderungsrente. Aber auch für die Versicherten gibt es Vorteile: Neben den psychischen Problemen einer frühzeitigen Rente, man wird nicht mehr gebraucht, steigt mit jedem Jahr der Beitragsleitung die monatliche persönliche Rente.

Aus der Ecke der konservativen Politiker hört man in der letzten Zeit verstärkt, die Rentenversicherung solle sparen, insbesondere da, wo es unterhalb der gesetzlichen Rente machbar ist. Und das ist: Sparen bei den Reha-Maßnahmen.

Diese Meinung begann sich bereits durchzusetzen, nur so ist der das Zitat des Präsidenten der Deutschen Rentenversicherung Bund zu verstehen.

Aber es bewegt sich etwas: "Damit Arbeiten bis 67 möglich ist, sollte die Mittel zur (beruflichen) Rehabilitation bei der gesetzlichen Rentenversicherung aufgestockt werden!" Die forderte die Arbeitnehmergruppe der konservativen Bundestagsfraktion. Es wird hier bei der Altersrente tatsächlich auf den Grundsatz der Erwerbsminderungsrente verwiesen: "Reha vor Rente!", wobei dieser Grundsatz eigentlich lediglich zur Gewährung von Erwerbsminderungsrenten gedacht ist.