Informieren Sie sich hier regelmäßig über die wichtigsten Neuigkeiten aus der Rentenversicherung.

 

neuester Beitrag:

 

Corona trifft uns alle: Direkt oder Indirekt

 

Mitteilung der Deutschen Rentenversicherung:

 

(Bonn/ Berlin, März 2020) Wegen der Ausbreitung des Corona - Virus findet die Beratung der Deutschen Rentenversicherung jetzt telefonisch statt. Eine Beratung in den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung ist bis auf Weiteres nicht möglich. Die Rentenversicherung möchte mit diesem Schritt die Gesundheit ihrer Kundinnen und Kunden sowie ihrer Beschäftigten schützen und nicht einem Ansteckungsrisiko aussetzen. Es soll damit auch ein Beitrag geleistet werden, die Infektionsketten zu unterbrechen.

 

Die Deutsche Rentenversicherung weist darauf hin, dass auch telefonisch, schriftlich und über unsere Online-Dienste fristwahrend Anträge gestellt werden können, damit finanzielle Nachteile ausgeschlossen werden. Insofern bleibt die Deutsche Rentenversicherung auch in Zeiten der aktuellen Pandemie-Situation weiterhin ein verlässlicher Partner und ist für ihre Kundinnen und Kunden erreichbar.

Das kostenfreie Service-Telefon der Deutschen Rentenversicherung ist unter der Telefonnummer 0800 1000 4800 oder 2011 937 - 0

erreichbar. Da wir ein deutlich höheres Anrufaufkommen haben, bitten wir um etwas Geduld. Versicherte können Anträge auch auf elektronischem Weg über unsere Online-Dienste unter

 

www.deutsche-rentenversicherung.de stellen.

 

Wenn der Rentenantrag auf eine Altersrente dringend ist, der Arbeitgeber drängt, das entsprechende Lebensalter ist „ganz plötzlich“ eingetreten, besteht auch die Möglichkeit mit dem Rentenberater Seyock am Telefon die Angelegenheit zu klären, wenn Sie einen PC, einen Drucken und Internetanschluß haben. Wir rufen dann gemeinsam im Internet die entsprechenden Seiten auf, ich sagen Ihnen dann, was Sie wo auf welchem Formular eintragen müssen und wohin Sie das dann schicken müssen.

 

Rentner dürfen sich auf ein Renten-Plus freuen

 

Für alle aktuellen Rentner gibt es aber in der ungewissen Corona - Zeit einen Hoffnungsschimmer. Die rund 21 Millionen Rentner können sich im Sommer auf spürbare Rentensteigerungen freuen. In Westdeutschland steigt die Rente um 3,45 Prozent. Das teilte das Bundessozialministerium am Freitag in Berlin mit. Damit wachsen die Renten am 1. Juli noch etwas stärker als zunächst vorher-gesagt. Eine monatliche Rente von 1000 Euro erhöht sich dadurch um 34,50 Euro.

Corona ist also bei den laufenden Renten kein Problem. Es werden hier ja bei den Zahlungen lediglich Bits und Bytes hin- und hergeschoben. Also, bereits bewilligte Renten werden wie gewohnt weitergezahlt.

 

Auswirkungen Corona und Rente

 

Eine direkte Auswirkung von Corona und Rente gibt es nicht. Wenn Sie und Ihre Firma gesund sind, bleiben Sie beschäftigt, es werden weiter Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt.

 

Durch die Corona-Krise besteht derzeit ein besonders hoher Bedarf an medizinischem Personal. Aber auch in anderen Wirtschaftsbereichen kann es zu Personalengpässen aufgrund von Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen kommen. Um die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern, hat die Bundesregierung die im jeweiligen Kalender-jahr geltende Hinzuverdienstgrenze für das Jahr 2020 von 6.300 Euro auf 44.590 Euro angehoben. Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen somit nicht zu einer Kürzung einer vorgezogenen Altersrente. Ab dem Jahr 2021 gilt dann wieder die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung hin.

 

Es gibt unterschiedliche Renten, bei deren Bezug Einkommensgrenzen beachtet werden müssen. Die Erhöhung der o.g. Verdienstgrenzen gilt nicht für Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten.

 

Die Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 werden auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Für eine kurzfristige Beschäftigung werden keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt und somit auch keine Rentenanwartschaften erworben. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle. Maßgeblich ist, dass Ihre Beschäftigung von vorn-herein vertraglich oder aufgrund ihrer Eigenart - zum Beispiel bei Erntehelfern - befristet und nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Insbesondere mit Blick auf die Saisonkräfte in der Landwirtschaft werden die Zeitgrenzen befristet ausgeweitet, weil aufgrund der Corona - Pandemie diese voraussichtlich in deutlich geringerer Anzahl zur Verfügung stehen. Bisher betrugen die Grenzen drei Monate oder 70 Arbeitstage.

 

Die dargestellten Änderungen basieren auf dem in Kraft getretenen „Gesetz für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Sozialschutz-Paket)“.

 

Kurzarbeitergeld

 

Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage bieten Firmen ihren Beschäftigten verstärkt Kurzarbeit an. Diese wirkt sich nicht nur auf das ausgezahlte Gehalt, sondern auch auf die Höhe der späteren Rente aus. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung hin.

 

Arbeitnehmer, die Kurzarbeitergeld beziehen, sind in der Rentenversicherung versichert. Die Beiträge zur Rentenversicherung werden während der Kurzarbeit auf der Basis des tatsächlich gezahlten – reduzierten – Verdienstes des Beschäftigten gezahlt. Gezahlt werden die Beiträge gemeinsam vom Versicherten und dem Arbeitgeber. Die Beiträge werden zusätzlich vom Arbeitgeber aufgestockt. Zusätzlich vom Arbeitgeber gezahlt werden Beiträge auf der Basis von 80 Prozent des Verdienstes, das wegen Kurzarbeit ausgefallen ist. Die Aufstockung der Beiträge durch den Arbeitgeber ist gesetzlich vorgesehen und muss nicht extra vom Arbeitnehmer beantragt werden.

 

Die Auswirkungen von Kurzarbeit auf die Rente macht das folgende Beispiel deutlich: Ein Arbeitnehmer hat bisher einen monatlichen Verdienst in Höhe von 3.000 Euro brutto gehabt. Während der Kurzarbeit reduziert sich sein Verdienst auf 1.500 Euro brutto monatlich. Ein Jahr Kurzarbeit erhöht den späteren Rentenan-spruch um aktuell rund 26,40 Euro monatlich. Ein Jahr Beschäftigung ohne Kurzarbeit ergäbe einen aktuellen Rentenanspruch von knapp 29,40 Euro monat-lich. Der Unterschied beträgt also drei Euro im Monat.

Auf eine Kurzformel gebracht: Durch Kurzarbeitergeld steigt die Rente, aber nicht mehr so, als wenn Sie im gleichen Zeitraum gearbeitet hätten und Pflichtbeiträge gezahlt hätten.

 

Rentenerhöhung 2021

 

Wenn im Jahr 2020 (aufgrund von erhöhter Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeitergeld) das Durchschnittseinkommen aller versicherungspflichtiger Arbeitnehmer geringer wird, kann die Rentenerhöhung zum 01.07.2021 nicht mehr so ausfallen, wie in diesem Jahr, da die Rentenanpassung an das Verdienst des Vorjahres gekoppelt ist.


„Corona trifft uns alle“ so Rentenberater A. Seyock von Rentenberatung Bonn, „sei es direkt oder indirekt. Ob die Maßnahmen der Bundes- oder Landesregierungen greifen werden, kann nur im rückschauenden Blick beurteilt werden. Bleiben Sie frei von Corona !!